Struktur und Inhalt der Ausbildung

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Die Ausbildung zum Maler und Lackierer erstreckt sich grundsätzlich über drei Jahre. Du kannst die Ausbildungszeit aber um ein Jahr verkürzen, wenn du bereits ein Berufsgrundbildungsjahr in diesem Bereich abgeschlossen hat.

Duale Ausbildung

In diesen drei (bzw. zwei) Jahren erlernst du in einer dualen Ausbildung den Beruf des Maler und Lackierers. Das bedeutet, dass du den Beruf zum Großteil praktisch in deinem Ausbildungsbetrieb erlernst und daneben die Berufsschule besuchst, wo dir das nötige theoretische Wissen vermittelt wird. Ein paar Wochen im Jahr wirst du auf Lehrgängen in der Innung sein, um bestimmte praktische Dinge deiner Arbeit zu vertiefen, die im Berufsalltag in deinem Betrieb zu kurz kommen können.

Die Lehrjahre

In deinem ersten Lehrjahr erfährst du eine berufliche Grundbildung. Neben den allgemeinen Fächern Politik, Sport, Religion und einem Wahlpfichtfach (Fremdsprache/Kommunikation oder Wahlangebote) lernst du im ersten Lehrjahr, wie du metallische und nichtmetallische Untergründe bearbeitest, Oberflächen und Objekte herstellst und Oberflächen gestaltest. Das zweite Lehrjahr vermittelt dir die berufliche Fachbildung, das heißt, du wirst darin unterrichtet, wie man Schutz- und Spezialbeschichtungen ausführt, Oberflächen und Objekte bearbeitet und gestaltet und Instandhaltungsmaßnahmen durchführt. Außerdem steht das Ausführen von Dämm-, Putz- und Montagearbeiten auf dem Stundenplan. Im dritten Lehrjahr geht es um das Gestalten von Innenräumen und Fassaden. Außerdem erhältst du Unterricht darin, wie du Objekte in Stand setzt und dekorative und kommunikative Gestaltungen ausführt. Die Spezialisierung in einen der Fachbereiche Gestaltung und Bautenschutz, Kirchenmalerei und Restaurierung oder Bau- und Korrosionsschutz erfolgt ebenfalls im dritten Lehrjahr.

Durchgängige oder Stufenausbildung

Du kannst die Ausbildung entweder durchgängig absolvieren oder als Stufenausbildung, wo du deinen ersten Abschluss (zum Bauten- und Objektbeschichter) nach dem zweiten Lehrjahr und deinen zweiten Abschluss (zum Maler und Lackierer) nach dem dritten Lehrjahr machen kannst. Wenn du dich für die durchgängige Ausbildungsvariante entscheidest, dann erwartet dich nach dem zweiten Ausbildungsjahr eine handlungsorientierte Zwischenprüfung, die inhaltlich mit der Qualifikationsprüfung zum Bauten- und Objektbeschichter vergleichbar ist. In beiden Fällen hast du nach dem dritten Ausbildungsjahr eine handlungsorientierte Gesellenprüfung zu bestehen.

Die Abschlussprüfung

Die Abschlussprüfung zum Maler und Lackierer umfasst einen theoretischen und einen praktischen Teil. Viele Informationen zu den Zugangsvoraussetzungen und zum Inhalt der Prüfung in NRW findest du hier. Zur Fachtheorie gehören beispielsweise Fragen zum Gesundheits- und Umweltschutz und zu Werkzeugen und -stoffen. Außerdem sind Farblehre und Stilkunde wichtige Komponenten. Zusätzlich benötigst du umfangreiches Wissen über die Beschichtung und das Tapezieren. In der Fachpraxis wirst du in den Bereichen Farbgestaltung, Instandhaltung und vielem mehr abgefragt und geprüft. Die Themenbereiche richten sich selbstverständlich immer nach der Fachrichtung.